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Was ein Konditor können muss:
Er muss backen wie ein Bäcker, doch auch wie ein Apotheker mischen, wiegen, destillieren, wie Stuckateur verzieren. Formen stellt er her zum Gießen, wie sie Gießer haben müssen. Außerdem muss er noch kochen, muss kandieren und gelieren, aber auch noch modellieren, wie’s aus Ton der Künstler kann, nur macht er’s aus Marzipan! Er entwirft sich das Dekor, wie ein Grafiker zuvor. Schriftenmaler und Poet auch auf dieser Liste steht. Wie ein Maurer Stein auf Stein mit dem Mörtel setzt er ein, setzt mit Cremes wenn’s von Nöten, aufeinander Tortenböden. Wie aus feinem Glas der Gläser, formet kunstvoll seine Gläser, bläst aus Zucker mit Gefühl, er manch schönes Formenspiel. Wie ein Schlosser schneiden, stanzen und auch schminken kann die ganzen Waren wie ein Dekorateur, da gehört schon etwas her! Schneidet der Konditor dann nun zuletzt sein Kunstwerk an, darf nicht sein, dass dazu einer Werkzeug braucht von einem Schreiner, Stemmeisen, Beil und Säge, wären beim Genuss im Wege! Wie verkauf ich das Produkt, das sein Kunde willig schluckt. Darum muss zart und locker fein, stets die Konditorware sein, die jedermann das Herz erfreut wie ein Gedicht voll Süßigkeit.
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